Mittwoch, der 8. September 2010
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Lek. Willy Krüger (evangelisch)
über: kein konkreter bibl. Bezug

Osnabrück, am 14.10.2009 (Lukaskirche)
Sonstige Ansprache

Ökumenischer Seniorennachmittag

Meine lieben Ökumenischen Schwester und Brüder!

"Herzlich Willkommen" hier in der Lukaskirche zu unserem Ökumenischen Seniorennachmittag 2009

I have a dream sagte Martin Luther King in seiner berühmten Rede vor dem Lincoln-Memorial am Nachmittag des 28. August 1963.

250 000 Menschen demonstrierten für die Freiheit in den USA.

"Lasst uns nicht aus dem Kelch der Bitterkeit und des Hasses trinken, um unseren Durst zu stillen", so King weiter. Trotz der Schwierigkeiten von heute und morgen habe er einen Traum.

"Ich habe einen Traum, dass eines Tages diese Nation sich erheben wird und der wahren Bedeutung ihres Credos gemäß leben wird, dass alle Menschen gleich erschaffen sind". Und dann werde die Herrlichkeit des Herrn offenbar werden, und alles Fleisch werde es sehen.

Dieser Traum, er wurde wahr.

Der 1. schwarze Präsident, Barac Obama hat einen Traum, er träumt von einer Welt ohne Atomwaffen. Möge auch dieser Traum in Erfüllung gehen.

1989 in der Gethsemanekirche in Ostberlin hatten die Menschen den Traum von Freiheit und sangen immer wieder Dona nobis pacem. Dieser Traum er wurde wahr.

Wir träumen von einer Welt in Frieden von Harmonie,
in der die Menschen frei sind, Rücksicht nehmen aufeinander.
Welttraum, Gottes Utopie, unser Auftrag, dafür leben wir!

Wir träumen von einer Welt, in der die Liebe uns leitet, die Kraft gibt, um zu verzeihen, in der wir Versöhnung leben.

Welttraum, Gottes Utopie, unser Auftrag, dafür leben wir!

Wir träumen von einer Welt, in der es Hoffnung gibt,
in der wir vertrauen können, glauben an das Gute in uns.
Welttraum, Gottes Utopie, unser Auftrag, dafür leben wir!

Wir haben einen Traum, dass wir in unserer Ökumenischen Gemeinschaft als Brüder und Schwestern zusammenleben und dass unsere Liebe ausstrahlt auf die Menschen um uns herum.

Wir haben den Traum, dass Gott unter uns ein Klima der Auferbauung und der Ermutigung schafft und dass wir barmherzig umgehen mit den Fehlern, dem Versagen und den Nöten anderer.

Wir haben einen Traum, das es uns gelingt, offen zu sein für Andere, herzlich und authentisch, so das Menschen weit über die Grenzen dieses Ortes hinaus angesprochen werden und kommen, um bei uns aufzutanken, Glauben zu finden, um sich Kraft zu holen für ihren Alltag und Rat für ihre Gemeinden.

Wir haben einen Traum,
das die Veranstaltungen unserer Gemeinden zu einem Ereignis werden,
und viele Menschen inspiriert werden,
Christen zu werden und als Christen zu leben.

Wir haben einen Traum,
das in unseren Gemeinden eine Leidenschaft für Gott entsteht;
Gott spürbar gegenwärtig ist in unserem Singen und Beten, Feiern und Arbeiten.

Das unsere Frömmigkeit authentisch und ansteckend ist, das wir brennen für Gott, ohne fanatisch zu werden und das wir Schritt für Schritt verwandelt werden zu Abbildern der Liebe Gottes.

Wir haben einen Traum, das Gott uns eine Gemeinschaft werden lässt, die die Ideale der Urgemeinde wieder für sich entdeckt und die geeignete Strukturen ausbildet, damit jeder Einzelne und die Gemeinden wachsen können.

Das wir es riskieren, neue Wege zu beschreiten, wo die alten nicht mehr weiterführen und uns an nichts anderem orientieren als am Wort Gottes, der Liebe und am gesunden Menschenverstand.

Wir haben einen Traum von einer Gemeinschaft,
in der jeder um seine Gaben weiß und dadurch persönliche Erfüllung findet,
das er sie dienend einsetzt und dabei gute Arbeit leistet -
zum Heil und Wohl der Anderen,
zum Aufbau der Gemeinschaft und zur Ehre Gottes.

Wir haben einen Traum von einer Gemeinschaft, in der Menschen die Gabe haben andere zu inspirieren, aufzubauen und die in ihnen schlummernden Kräfte freizusetzen.

Wir haben einen Traum.
Es ist der Traum von der Kirche des neuen Jahrtausends.

Es ist der Traum von einer Gemeinschaft, in der Jesus im Mittelpunkt steht in der die Lebendigkeit Gottes erfahren wird und von der Kraft und Licht ausgeht in die Welt um uns herum.

Wir sind davon überzeugt, das Gott mit uns und durch uns eine solche Gemeinschaft schaffen will und wir wollen alles dafür tun, das wir hier in unseren Gemeinden nicht nur vom Leben träumen, sondern diesen Traum leben.

AMEN.

© Willy Krüger 2009
http://willykrueger.de/

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