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Lek. Willy Krüger (evangelisch)
über:
Johannes 1, 5Osnabrück, am 01.12.2007 (Lutherkirche) Sonstige Ansprache |
Und das Licht scheint in der Finsternis,
und die Finsternis hat's nicht ergriffen.
Johannes 1, 5
Diese Worte aus dem Johannesevangelium möchte ich über meine heutigen Auslegungen stellen.
Advent, die Zeit der Vorbereitung.
Advent, die Zeit zur Besinnung.
Beim Schein der Kerzen finden wir Augenblicke der Geborgenheit,
der Wärme und des Friedens,
die uns hektischen und gestressten Mensch so gut tun.
Wir kommen zur Ruhe, zum Durchatmen und zu uns selbst.
Dazu möchte ich Ihnen eine kleine Geschichte erzählen.
Während wir einmal so zusammen saßen,
ging plötzlich die Tür auf.
Jemand kam herein und der Luftzug,
der durch die Tür strömte,
blies die kleine Kerze vor mir auf dem Tisch aus.
Plötzlich durchzuckte es mich.
Das kenn ich doch aus meinen Leben.
Da gibt es so viel was mich manchmal ganz schön flackern und zittern lässt, wie diese kleine Kerze.
Neulich die Nachricht von der schweren Erkrankung eines guten Freundes.
Die Sorge eines Bekannten,
ob über kurz oder lang nicht auch sein Arbeitsplatz wegrationalisiert wird.
Ja, oder der vergessene Geburtstag eines Freundes,
das kennen wir doch alle, schnell ist etwas vergessen,
und man kann es nicht wiederholen.
Oder es ist eine schwere Last, die wir da tragen müssen.
Das Gute, das Leichte, das Schöne, es scheint wie ausgepustet,
wie bei dieser kleinen Kerze.
Aber zurück zur Geschichte;
Auf dem Tisch stand noch eine zweite Kerze,
eine große Kerze, eine schöne dicke.
Ihr konnte der Luftstrom,
der meine kleine Kerze einfach ausgepustet hatte nichts anhaben.
Und da fiel mir ein Text aus der Bibel ein:
Jesus Christus sagt:
"Ich bin das Licht der Welt.
Wer mir nachfolgt,
der wird nicht in der Finsternis bleiben,
sondern wird das Licht des Lebens haben."
Ich nahm also meine kleine Kerze und entzündete sie neu an der großen Kerze.
ebenfalls wieder anzünden
Jesus, Christus, der auferstandene Sohn Gottes er ist das Licht der Welt,
das große, starke Licht mit dem hellen Schein.
Die Stürme dieser Welt können dieses Licht für uns nicht ausblasen.
Und das Licht scheint in der Finsternis.
Eine Krankheit kann uns ganz schön zum Flackern bringen.
Aber Jesus verspricht uns,
dass er bei denen ist,
die ihr Leben unter seine Führung gestellt haben.
Ja, auch wenn wir ans Bett gefesselt sind -
Er will und wird uns trösten.
Er will uns ermutigen,
er will uns seine Nähe schenken,
auch dann, wenn Schmerzen uns den Mut ausblasen wollen.
In seinem Reich wird eines Tages alle Krankheit ein Ende haben.
In unserer Zeit heute ist es verständlich,
wenn wir uns um die Zukunft Sorgen machen,
das ist gut, das ist richtig, und ich meine wir müssten uns viel mehr Gedanken machen,
wie wir mit unseren Ressourcen, mit der Umwelt umgehen.
Wir müssen mehr Verantwortung für unsere Leben übernehmen,
denn eins ist gewiss:
Wir haben jemand der uns trägt:
Jesus, bei ihm dürfen wir alle Sorgen und Ängste ablegen.
In seinen Händen ist unser Leben gut aufgehoben,
und plötzlich wird es wieder hell.
Leben wir aber im Licht Gottes,
dann sind wir auch miteinander verbunden.
Und das Blut, vergossen durch Jesus Christus befreit uns von aller Schuld.
Im Gespräch, im Gebet mit Jesus dürfen wir all unsere Schuld ablegen.
Wir dürfen die Dunkelheit unserer Schuld tauschen mit dem Licht seiner Vergebung.
Jetzt in dieser beginnenden Adventszeit im Jahr 2007,
können wir ganz bewusst unsere Kerze anzünden,
anzünden an dem Licht des Lebens,
an Jesus Christus.
Und dann kann unser Leben wieder leuchten,
leuchten über der Gewissheit,
dass Jesus an jedem Tag,
und gerade an den schwierigen Tagen bei uns ist.
Dann können wir auch Wärme abgeben,
abgeben an Menschen die unserer Wärme bedürfen.
Nicht wie in unserer Geschichte mit dem Problem der Maus.
Öffnen wir unsere Ohren und unser Herz für die Probleme anderer,
vielleicht wird es sonst eines Tages unser eigenes Problem.
Zu guter Letzt können wir Orientierung geben:
Wir kennen den Weg zu dem, der die dunklen Seiten unseres Lebens mit ans Kreuz genommen hat und der es durch seine Vergebung in uns wieder hell gemacht hat.
Unser Leben darf sich neu an Jesus entzünden.
Das wünsche ich Ihnen und mir in dieser Adventszeit.
Damit wir unser Licht anzünden können,
habe ich für Sie Streichhölzer mitgebracht.
Licht für Stille Momente.
Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe.
von ihm kommt meine Hilfe.
Diesen Psalm 62 möchte ich mit Ihnen gemeinsam sprechen:
Meine Seele ist stille
zu Gott, der mir hilft.
Denn er ist mein Fels, meine Hilfe, mein Schutz,
dass ich gewiss nicht fallen werde.
Sie denken nur, wie sie ihn stürzen,
haben Gefallen am Lügen;
mit dem Munde segnen sie,
aber im Herzen fluchen sie.
Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele;
denn er ist meine Hoffnung.
Er ist mein Fels, meine Hilfe und mein Schutz,
dass ich nicht fallen werde.
Bei Gott ist mein Heil und meine Ehre,
der Fels meiner Stärke,
meine Zuversicht ist bei Gott.
Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute,
schüttet euer Herz vor ihm aus;
Gott ist unsre Zuversicht.
Aber Menschen sind ja nichts, große Leute täuschen auch;
sie wiegen weniger als nichts, so viel ihrer sind.
Verlasst euch nicht auf Gewalt
und setzt auf Raub nicht eitle Hoffnung;
fällt euch Reichtum zu,
so hängt euer Herz nicht daran.
Eines hat Gott geredet,
ein Zweifaches habe ich gehört:
Gott allein ist mächtig,
und du, Herr, bist gnädig;
denn du vergiltst einem jeden,
wie er's verdient hat. Amen
Die Verheißung im Buch Jesaja 60 lautet:
Mache dich auf,
werde Licht,
denn dein Licht kommt,
und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.
Haben sie vorhin beim Eingang in den Spiegel geschaut?
Ein Spiegel ist dazu da,
um sich selbst sehen zu können.
Ich schaue in den Spiegel und sehe mein eigenes Gesicht.
Aber dort vorne steht ein anderer Spiegel,
er sagt mir etwas anderes:
Er zeigt mir mein Gesicht und ich lese
"Und Gott sah, dass es gut war!"
Die Botschaft dieses Spiegels lautet also:
Du bist gut du hast so viele Stärken und Fähigkeiten von Gott geschenkt bekommen.
Du hast so viele positive Eigenschaften.
Du kannst so vielen Menschen eine Freundin oder ein Freund sein.
Du kannst Menschen erfreuen und du kannst sie ein Stück glücklicher machen.
Gut, dass du da bist.
Gut, das es dich gibt.
Sei ein Glückstreffer für deine Mitmenschen!
...und Gott sah, das es gut war!
Ich wünsche dir
Adventliche Friedenszeichen
im wohlwollenden Umgang
mit deinen Verwundungen
damit du auch am Schweren
wachsen und reifen kannst.
Adventliche Friedensschritte
wünsche ich dir
im unermüdlichen Unterstützen
von Versöhnungsprojekten
die Jung und Alt
zum hoffnungsvollen Aufbruch bewegen.
Adventliche Friedenslichte
wünsche ich dir
im gemeinsamen Feiern
jener uralten Menschheitshoffnung:
Wer einen Menschen rettet der rettet die ganze Welt.
Suche den inneren Frieden im Genießen des Advents Gottes in dir:
Du bist anerkannt in deinem Licht
du bist angenommen mit deinem Schatten.
Finde den inneren Frieden
im Verweilen vor einer Adventskerze
die deine dunklen Seiten nicht verdrängt
sondern sie im Licht der Versöhnung erhellt.
Suche den inneren Frieden
im gemeinsamen Unterwegssein mit Friedensfackeln
die unsere Nacht des Misstrauens verwandelt
und unsere lähmende Ohnmacht überwindet.
Finde den inneren Frieden
im adventlichen Segenswort:
Jenen, die im Land der Finsternis wohnen
strahlt ein Licht auf
auch durch dich und mich.
... und Gott sah, dass es gut war!
Amen
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